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Thema: Headhunting mal anders

  1. #1
    Avatar von Kracher
    Exitus. Ggf. temporär

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    Standard Headhunting mal anders

    arte, Mittwoch, heute, Magazin/Dokumentation 20:40 - 21:35 Uhr (VPS 20:45)

    Erstausstrahlung
    Stalins deutsche Elite
    Deutschland 2005


    Boris Tschertok war einer der wichtigsten sowjetischen Headhunter, der bereits vor Ende des Krieges, im Rücken der kämpfenden Truppe, seinem Spezialauftrag in Deutschland nachging, möglichst viele hochrangige deutsche Raketen-Spezialisten zu rekrutieren.

    Überall in der SBZ wo begehrte deutsche Spezialisten zu finden sind, sind bewaffnete Spezialkommandos der Sowjets unterwegs. Häuser werden umstellt, ein Dolmetscher übersetzt die kurze Ansprache des diensthabenden Offiziers: 'Auf Befehl der sowjetischen Militäradministration müssen Sie fünf Jahre in der Sowjetunion arbeiten. Sie können Ihre Frau und Kinder mitnehmen und so viele Sachen wie Sie wollen...'. Ein Schock für die Betroffenen. Auch Helmut Banas, ein Junkers-Triebwerkspezialist wird am 22. Oktober um 5.00 Uhr früh mit dem Stalin-Befehl konfrontiert. Gleich mehrere Güterzüge, voll gestopft mit 'Wunderwerken deutscher Ingenieurskunst' und den dazugehörigen Ingenieuren, dampfen ab in Richtung Osten. Die geheime Nacht- und Nebelaktion wurde generalstabsmäßig geplant und durchgeführt. Keiner sollte den sowjetischen Headhuntern entkommen oder gar noch gen Westen fliehen können. Zehn Tage später finden sich die überrumpelten Deutschen irgendwo im Inneren der Sowjetunion wieder. Helmut Banas aus Dessau landet mit 800 Kollegen in Kuibitschew an der Wolga, die V2-Raketen-Spezialisten werden auf die einsame Insel Gorodomlja verfrachtet. Niemand erfährt Genaueres über die weiteren Pläne der Sowjets. Die erbeuteten deutschen 'Superhirne', die kurz zuvor noch mehr oder weniger fanatisch für 'Führer, Volk und Vaterland' gearbeitet hatten, erweisen sich schnell als kooperativ. Deutschland ist zerstört und Arbeit zu finden absolut unmöglich. Vor diesem Hintergrund fällt es 'Hitlers Himmelstürmern' nicht sonderlich schwer, sich in den Dienst der Sieger zu stellen. Der Bedarf an neuartigen Düsenjets und Raketen ist nach dem verlorenen Krieg in den deutschen Trümmerlandschaften gleich Null. Die Sowjets statten ihre fremdländischen Spezialisten mit allerlei Privilegien aus. Beispielsweise bekommen sie doppelt so viel Geld wie die sowjetischen Spezialisten. Es beginnt ein Leben im 'goldenen Käfig'.

  2. #2
    Avatar von spike02
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    Standard Re: Headhunting mal anders

    Hallo Kracher
    Wenn man bedenkt das die Amies so ziehmlich alle Hochkaräter geholt haben und die Russen den vermeindlichen Rest,dann haben doch die Russen so gut wie gar-nicht hinterher gehangen(bei der Entwicklung der Raketen sowie Atomforschung).
    Danke für den TV-Tipp.
    MfG,
    Marco

    Im Dunkel verbirgt sich meist die Wahrheit

  3. #3
    Avatar von burghart
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    Standard Re: Headhunting mal anders

    Das stimmt eben so nicht...

    Viele Techniker sind denen ins Netz gegangen oder freiwillig geflogt. Ihre Qualität ist beachtlich.

    Und was der deutsche Beitrag zur sowjetischen Atomforschung wert war, wird man erst beurteilen können, wie weit die Deutschen wirklich waren. Ich nenne nur die Namen Steenbeck, von Ardennen usw. usw.

    Ja Hiroschima und Nagasaki war eine "Räubertat" der Amerikaner.

    Gruss B. / J.

  4. #4
    Avatar von burghart
    Nixdürfer

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    Standard Re: Headhunting mal anders

    Das ist doch klar.
    Aus der Erfahrung, die das israelische Volk im Zweiten Weltkrieg gesammelt hat, haben sie eben die Konsequenzen gezogen und handeln nach dem Motto: eine Erkannte Gefahr ist eine Halbe.

    Schaut man sich die offizeille Politik des israelischen Staates an, dann wird man sehen von wem sie gelernt haben. Jedefalls würden sie heute von ganz unerwarteter Seite Beifall bekommen (Mauerbau, Siedlungsbau, Landnahme, Wehrdörfer, Gefangenen Lager in der Wüste, Befragungsmethoden, Vertreibungen, Flüchtlingslager). Aber auch die Folgen sind ähnlich: Freiheitskampf aus den "Flüchtlingslagern", Krieg, Hass, Gewalt usw.

    Was aus dem "Judenstaat geworden ist, welches einst Theodor Herzl beschrieben hat, hat mit dessem Idealismus nichts mehr gemein. Israel ist ein sehr unerfreuliches Gemeinwesen geworden.


    B. / DN.

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