Hallöchen
Titel: Die Ostgoten Montag 29.11.2004

Untertitel: Das goldene Zeitalter Theoderichs 22.45 - 23.30 BR
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Das goldene Zeitalter Theoderichs
Mit drei Schiffen sollen sie - der Sage nach - von Skandinavien in Richtung Süden aufgebrochen sein. Ins Licht der Geschichte treten die Goten aber erst, als sie im 3. Jh. n. Chr. an der unteren Donau auf das römische Imperium treffen. Nach dem Einfall der Hunnen jedoch ziehen viele ostgermanische Stämme nach Westen und in Europa setzt eine gewaltige Wanderungsbewegung ein. Die Ostgoten führt ihr König Theoderich 488 n. Chr. in die neue Heimat Italien. Er ist einer der herausragendsten Herrscher seiner Epoche, dessen Mythos in dem sagenhaften Dietrich von Bern fortlebt. Das goldene Zeitalter Theoderichs schildert die Autorin Elli G. Kriesch. Dabei informiert sie über den neuesten Stand der archäologischen Forschung und dokumentiert das reiche kulturelle Erbe der Ostgoten. Bereits mit acht Jahren wird Theoderich als politische Geisel an den kaiserlichen Hof nach Konstantinopel gebracht, wo er zehn Jahre verbringt. Diese Zeit in der Hauptstadt des oströmischen Reiches prägt Theoderich nachhaltig. Später macht er Ravenna, die Metropole seines Westreichs, zu einer weltoffenen Kapitale, wo Handel und Kultur eine ungeahnte Blüte erfahren. Zu seinem Herrschaftsbereich zählt auch ein Teil des heutigen Bayern. Theoderich betreibt eine geschickte Heiratspolitik und an seinem Hof sammelt sich die geistige Elite des Reiches. Als er 526 n. Chr. stirbt, sind seine Bemühungen um einen Ausgleich zwischen Römern und Goten gescheitert. Auch sein Nachfolger Vitigis kann das Reich nicht mehr retten, das 552 n. Chr. untergeht. Das Mausoleum Theoderichs des Großen in Ravenna, schon zu seiner Zeit ein grandioses Zeugnis ostgotischer Baukunst, erinnert noch heute an den Glanz und Niedergang dieses Volkes.