Borkum - Eine längst vergessene Geschichte über eine Schiffskatastrophe wird zur Zeit vor der deutschen Nordseeküste wieder belebt.

Taucher bringen sie in diesen Tagen mit der Bergung von Gegenständen, die bald 120 Jahre alt sind, wieder an die Oberfläche. Das Porzellan, das sie heben wollen, könnte sich als echter Schatz entpuppen.

19 Seemeilen nordwestlich von Borkum erschwerte dichter Nebel die Sicht, in der kalten Nacht des 19. Januars von 1883. Die "Cimbria", ein Passagierdampfer der Hamburger Hapag-Flotte, hatte 401 Passagiere - hauptsächlich Auswanderer - an Bord und eine 91 Mann starke Besatzung.

Die Auswanderer kamen aus Wuppertal, aus Baden-Württemberg, aus Berlin, vor allem aber auch aus osteuropäischen Ländern.

Die Fahrt sollte von Hamburg nach New York gehen. Doch die Reise, die alle so hoffnungsvoll begonnen hatten, endete nicht weit von der Küste entfernt mit dem Tod.

Sogar ihren Flügel hatten die "Schwäbischen Nachtigallen", damals bekannte deutsche Sängerinnen, mit an Bord gebracht, um für ihr neues Engagement am Broadway gewappnet zu sein.

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