Die Herstellung von Birkenpech...
Was ist Birkenpech überhaupt? Wozu wurde es verwendet?
Das Pech entsteht beim schweelen von Birkenrinde, jeder
der einmal seine Würstschen auf einem Birkenfeuer
gebraten hat, kann ein Lied davon singen
Es stinkt fürchterlich und ist beim einatmen auch giftig. Birkenpech
wurde in der Steinzeit zum schäften von Steinwaffen und
Steinwerkzeugen benutzt, kurz: es ist der
Kleber der Steinzeit
Ok, wir haben nun einen Holzspeer und wollen ihm nun mit Hilfe
von Birkenpech eine Speerspitze aufsetzen.
Als erstes heisst es, Rinde sammeln! Am besten eignet
sich dazu die Rinde von jungen Birken, da diese im
Gegensatz zu älteren Exemplaren noch keine starke
Schorfbildung haben. Denn nur die dünne weisse Haut
der Rinde ist verwertbar, es sollte kein Schorf mitverwendet
werden, teils lässt sich diese dünne Aussenrinde leicht
abziehen, teils sehr schlecht, dann hilft nur abschaben.
Gut eignen sich gefallene Bäume, aber die Rinde darf nicht
moodrig sein.
Nun haben wir einen Sack voller Rindenstücke,
jetzt brauchen wir Ton oder Lehm.
Ton/Lehm mitten im Wald, woher denn?
Da hilft nur eins, das nächste fliessende Gewässer
aufsuchen, dort ist oft Lehm zu finden, wir nehmen
uns einen ordentlichen Barren mit.
Jetzt müssen wir ein Feuer machen (Ich nehme jetzt
einfach mal an, ihr habt ein Feuerzeug dabei)
Wir formen aus dem Lehm hohle Tonkugeln, in diese
packen wir die Rinde hinein, schön fest
zusammengepresst, und dann schliessen wir die Kugeln.
Ganz wichtig: In die Tonkugeln 3 kleine Löcher
(Zahnstochergrösse) hineinstechen, diese gestochenen
Löchern müssen stets nach oben liegen!
Das Feuer brennt nun schon eine Weile, so das wir nur
noch Glut haben, Birkenpech sollte man nie in einer
offenen Flamme herstellen! Wir legen die Kugeln
hinein und packen die Glut auch um die Seiten, nicht
darrüber, die Löcher müssen frei bleiben damit die
entstehenden Gase leicht abfliessen können, sonst
explodiert die Kugel.
Das Schwierigste ist jetzt die Zeitdauer, wie lange so eine
Kugel im Feuer bleiben muss, dazu ist viel Erfahrung
nötig. Am besten legen wir gleich 5 Kugeln hinnein
und nehmen sie nacheinander herraus, die erste nach etwa
3 Minuten, die zweite nach 5 Minuten, nach 7 Minuten,...
So bekommt man ein Gefühl dafür, denn die Zeit varriert
auch je nach der Stärke der Kugelwand.
Wir nehmen die Kugeln herraus und brechen sie vorsichtig
auf, am besten die Kugel dazu hinlegen, die Löcher nach
oben zeigend, mit einem Stein draufschlagen bis
sie oben aufplatzen und spalten sie vorsichtig ausseinander.
Wir finden nun darin einen Ballen gerösteter Birkenrinde,
doch hoppla, was ist denn das für eine schwarze cremige
Masse dort am Boden? Birkenpech!
Dieses müssen wir nun herausholen, die verdörte Rinde
schmeissen wir weg. Das Pech ist jetzt noch warm und
lässt sich in der Hand zu einer Rolle kneten.
Später wird diese Rolle hart.
Wir haben jetzt Birkenpech, wie schäften wir nun den Speer?
Wir nehmen den auf einer Seite eingekerbten Speer,
erhitzen die Birkenpechrolle an einer Seite und drücken
das Pech in die Kerbe. Nun sofort die Speerspitze
hineindrücken, bevor das Pech härtet. Das selbe
machen wir dann noch von den Seiten, die
Speerspitze packen wir richtig schön mit dem Pech ein.
Voila, die Speerspitze sitzt nun fest auf dem Speer und
ist einsatzbereit. Jedoch nur bedingt, denn trifft der Speer
auf etwas hartes, kann die Steinspitze leicht wieder heraus-
brechen. Am besten ist es, man wickelt um das noch warme
Pech und um die Speerspitze eine Tiersehne herrum, diese
schön straff anziehen. Nicht die ganze Steinspitze
einpacken, es soll schon nochwas rausgucken
Diese zieht sich später stark
zusammen, so dass die Steinspitze nun bombenfest
auf dem Speer befestigt ist.
Aber um die Tiersehne zu bekommen, müsst ihr erstmal
die erste Methode nehmen
Flinthunter






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